Baugeschichte des Gutshauses

Das heutige Herrenhaus – in Dorf Schloss genannt – wurde auf den Fundamenten eines oder mehrerer Vorgängerbauten um 1840 errichtet.

Der Ort wird 1258 erstmals erwähnt, 1295 Antonius von dem Bughe als Eigentümer oder Anteilseigner. Es folgen die Adelsgeschlechter von Gristow, von Barnekow und von Gentzkow. Lorenz Vollrath und Johann von Hesse erwarben 1787 das Rittergut Schlichtemühl aus Konkurs. Die Familie von Hesse hatte es bis 1945 inne.

1840 wurde der Familie von Hesse die Namensmehrung gewährt: aus dem Ortsnamen Sclychtenmole/Schlichtemühl oder auch Schlechtemühl wurde nun Hessenburg. Während der tiefgreifenden Schwammsanierung fanden sich Datierungen auf der Rückseite von Dielen und Türfuttern, die auf eine Erbauung um 1840 deuten. Das Alter einiger umfangreicher Linden im Park lässt darauf schließen, dass auch der Park um diese Zeit angelegt wurde.

10 Jahre stand das Haus nach der Wiedervereinigung leer und zog sich durch das defekte Dach und die zugemauerten Fenster des Erdgeschosses einen 90 prozentigen Schwammbefall zu. Nach Sicherung der unbefallenen Bauteile musste entkernt werden. Die umfangreiche Schwammsanierung von Dachstuhl und Mauerwerk befolgte die Vorgaben von zwei namhaften Holzschutzgutachtern.

Die Sprossierung der Fenster und die gesamte parkseitige Treppenanlage wurden auf der Grundlage des alten Fotoalbums der Familie von Hesse detailgetreu wieder hergestellt. Die DDR-zeitlichen Einbauten für ein Konsum im Erdgeschoss und Gaststätte mit Versammlungsraum und Bühne im 1.Obergeschoss wurden zurückgebaut.

2011 entstand im 1. Stock das Kranich Museum und 2013 bis 2015 im Erdgeschoß das Kranich Hotel nach den Plänen von Alex Schweder, Architekt und Installationskünstler, New York.

Turmhügel mit Ringgraben
Turmhügel mit Ringgraben
Kussallee im Park
Kussallee im Park