Ich bin ein Kranich

Neonschild

2011

Als ich die Kranich Literatur durchsuchte, stieß ich auf faszinierende und oftmals starke Identifikationen mit seltsamen Vögeln. Ich habe den Eindruck, dass besonders deutsche Schriftsteller Kraniche als eine Metapher für ihre eigenen emotionalen und physikalischen „Flüge“ verwenden. Die Quellen der alten Mandarine liefern im Vergleich dazu lange Beschreibungen, und die Japaner eine sehr schlichte Darstellungsweise. In diesen Haikus bis hin zu den daktylischen Reimen von Brecht geht es immer wieder darum, wie wir als Mensch-Tiere die Welt beobachten und uns dann vorstellen, das zu sein, was wir sehen. Dies ist der Prozess, durch den ich mich sogar in einen grus (ich bin ein kranich) verwandeln kann.

Ich bin ein kranich (2011)
Ich bin ein kranich (2011)